Selbsthilfegruppe Eisenstadt

unter dem Motto LEBEN MIT KREBS

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Ein Portrait über Emmi Agha...

Emmi Agha


Mut, Hoffnung, Lebensfreude.
Das möchte Emmi Agha Krebspatienten mit der von ihr ins Leben gerufenen Selbsthilfegruppe Eisenstadt spenden. Eigenschaften ,die sie selbst - und wer sie kennengelernt hat, wird das bestätigen - am besten in sich vereint. Hinzu kommt eine enorme, innere Kraft und der Wille den Krebs zu besiegen. Auch diese Kraft will die Ehefrau und zweifache Mutter weitergeben.

Sie selbst wurde vor 15 Jahren mit der Diagnose Brustkrebs konfrontiert. Es folgten Operationen, Strahlen- und Chemotherapie. Es waren diese Erfahrungen, die sie dazu bewegten, die Selbsthilfegruppe zu gründen. "Damals", erinnert sich die heute 61jährige, "War Krebs noch ein Tabuthema im Burgenland." Sie spürte: Aufklärung tut not. Eifrig knüpfte sie Kontakt, kooperierte mit Ärzten, Psychoonkologen, Bewegungstrainern und Ernährungsexperten und baute das Angebot für die Teilnehmer immer weiter aus.

Höhepunkt ist zweifelsohne der jährliche Benefizabend in Eisenstadt, an dem das Schloss Esterhazy ins rosa Licht der Hoffnung getaucht wird. Eine Aktion, die seit nunmehr neun Jahren, unter tatkräftiger Mithilfe ihrer beiden Kinder, Muna und Samir ganz im Zeichen der Vorsorge steht: "Ich möchte alle Burgenländer darauf aufmerksam machen, dass rechtzeitige Früherkennung Leben retten kann", erklärt sie. Wenn in diesen neun Jahren auch nur eine Besucherin ermutigt wurde zur Mammographie zu gehen, erfülle sie das mit Stolz und gebe ihr den Mut weiterzumachen.

Nach zehn Jahren wurde bei Emmi Agha ein Rezidiv entdeckt - weitere Therapien und Operationen waren die Folge. Für sie war und ist das aber kein Grund aufzugeben - schließlich kann sie heute mit Genugtuung auf die Früchte ihrer Arbeit zurück blicken: "Man geht heute offener und aufgeklärter mit der Krankheit um" sagt sie und fügt hinzu: "In meiner Arbeit wurde ich Jahr für Jahr bestätigt und der Erfolg gibt mir Recht diesen Weg weiter zu bestreiten." Apropos Früchte: Keine ärztliche Ermahnung - auch die ihres Mann Dr. Abdul-Rahman Agha - hält sie davon ab, in ihrem heiß geliebten Garten zu werken.

[Mag. Markus Böhm, Journalist]